Fiat mit OM
Die ersten Jahre der Iveco



Im Jahr 2025 kann der Nutzfahrzeughersteller Iveco sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Jedoch gleichzeitig wurde Iveco in diesem Jahr verkauft an den indischen Fahrzeughersteller Tata.
Wie geht es jetzt weiter? Die Iveco-Mitarbeiter, zu denen ich mich auch noch zähle, werden das mit gemischten Gefühlen betrachten. Es kann ein Segen sein, denn in den 50 Jahren konnten die verantwortlichen Mitarbeiter die Iveco nicht dahin bringen, wohin sie sollte: wenigstens auf den 2. Platz aller Nutzfahrzeughersteller in Europa hinter Mercedes-Benz mit einer Option für den 1. Platz.
Doch das war ein Traum, der in 50 Jahren nicht in Erfüllung ging, obwohl es 1975 mit dem 2. Platz gut anfing. Mit den Jahren zogen allerdings kleinere Hersteller wie MAN, Scania und Volvo an Iveco vorbei.
Die Iveco »Industrial Vehicles Corporation«, gegründet im Juli 1974, ist ein Zusammenschluss von den vier Nutzfahrzeugherstellern Fiat/Lancia, OM, Unic und Magirus-Deutz zum zweitgrößten Nutzfahrzeughersteller Europas. Richtig ist das nicht, denn eigentlich waren es nur zwei Hersteller: Fiat und KHD mit der neugegründeten Magirus-Deutz AG, denn wie Lancia gehörten OM und Unic seit 1969/1970 zu Fiat. Nach Einbringung der Anteile von FIAT mit 80 % und KHD mit 20 % im November 1975, konnte die Iveco starten.
Mit dem Start 1975 brachten die fünf Fahrzeugmarken Fiat, Lancia, OM, Unic und Magirus ihre bis dahin produzierten Typen in das Nutzfahrzeug-Angebot von Iveco und damit war es kein Wunder, dass Iveco zum zweitgrößten Nutzfahrzeughersteller in Europa aufstieg. Meiner Meinung nach war das der erste große Fehler, den Iveco machte, denn damit gab es durch verwandte Typen eine Konkurrenz im eigenen Haus. Es dauerte viele Jahre, erst ab 1991 wurde die Produktionspalette endlich bereinigt. Bis dahin hatten die drei Iveco-Hauptmärkte Italien, Frankreich und Deutschland ein Fahrzeugangebot mit unterschiedlichen Typen.
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