Fuhrwerke aus der Magirus-Werkstatt
Auf dieser Seite zeige ich Euch im Besonderen allen Magirus-Freunden, die mein Buch
»C. D. Magirus 1864 bis 1930«
gekauft haben, zusätzliche Fotos zur Buchgeschichte aus der Gründungszeit von Magirus.
Die abgebildeten Fotos sind aus den Jahren 1908 und 1909, es sind Glas-Negative der Größe 24 cm x 30 cm und sind in einem guten Zustand. Es wird als Folienarchiv geführt, getrennt nach Feuerwehr und Kraftwagen. Im Feuerwehr-Archiv sind auch die Fahrzeuge für das Militär gespeichert, von 1904 bis 1931 waren es 1.300 Fotoplatten (Glasplatten) leider sind sie nicht mehr alle vorhanden.
Etwas kurios ist die Geschichte zu den teilweise auf dieser Seite abgebildeten Fotos. Im Magirus-Archiv im Ulmer Iveco-Werk waren 7 in einer Pappschachtel gelagert. Die weiteren 5 wurden mir glücklicherweise vom Sohn eines ehemaligen Magirus-Mitarbeiters im April 2025 angeboten über ein Kontaktformular meiner Webseite angeboten. Jürgen, der Sohn des ehemaligen Kollegen, hat die kleine Sammlung bei Aufräumarbeiten gefunden und nicht entsorgt. Nach einigen Tagen konnte ich die Glasplatten in der Poststelle im Iveco-Werk abholen und ins Magirus-Archiv übernehmen, in dem sie
am besten aufgehoben sind.
Merkwürdigerweise waren die Glasplatten von Jürgen in einer gleichen Pappschachtel aufbewahrt und auf beiden stand auch der Name von Jürgens Familie. Jetzt könnte man denken, die Glasplatten sind nicht rechtmäßig in den Besitzt von Jürgens Papa gelangt. Und das war auch mein erster Gedanke, denn sehr viele historische, nicht mehr zu ersetzende Dokumente haben das Archiv unrechtmäßig verlassen, sie wurden geklaut. Bei diesem Fund war es doch anders, denn ein Verwandter aus Jürgens Familie war um 1900 vermutlich der Fotograf dieser Fotoserie. Ich denke, die 5 blieben in seinem Besitz und wurden später an Jürgens Papa als Magirus-Mitarbeiter übergeben.
In den Jahren 1908 und 1909 war Magirus noch kein Hersteller von Kraftfahrzeugen, baute aber bereits seit einigen Jahren seine Feuerwehraufbauten auf Kraftfahrzeug-Fahrgestelle unterschiedlicher Hersteller, aber auch auf Dampfautos aus eigener Herstellung.
Aber nicht nur auf Kraftfahrzeuge wurden Feueraufbauten montiert, sondern schon seit vielen Jahren und auch noch in den frühen 1900er Jahren auf Pferdefuhrwerke.
Die Magirus-Familie hatte hervorragende Kontakte zu den deutschen Militärs und deshalb war es klar, dass die Magirus-Fabrik von Militäraufträgen profitierte. Ein ganz besonderes und lukratives Geschäft war der Großauftrag von Feldküchen Gulaschkanone an das preußische Kriegsministerium.
Aber nicht nur Gulaschkanonen wurden auf Fuhrwerken geliefert, sondern auch Turm-, Scheinwerfer-, Leiter-, Spritzen-Aufbauten und alles, was der Kunde sich wünschte.
Mehr dazu findet Ihr in meinem Buch »C. D. Magirus 1964 bis 1930«!






